Der NSU-Prozess – Gespräch mit der Prozessbeobachterin A. Ramelsberger

Die NSU-Protokolle – Erkenntnisgewinne aus dem NSU-Prozess

Am 6. Mai 2013 begann in München der größte Strafprozess in Deutschland seit der Wiedervereinigung. Eine Frau und vier Männer waren angeklagt, die Nazi-Terrororganisation NSU gegründet oder unterstützt zu haben. Um den Prozessverlauf für die Nachwelt zu erhalten, fertigten Journalist*innen der Süddeutschen Zeitung Mitschriften der Prozesstage und damit ein wichtiges zeitgeschichtliches Dokument an. Mit der Prozessbeobachterin Annette Ramelsberger diskutieren am 21. Januar 2019 Studierende der Universität Bremen über die Erkenntnisgewinne aus dem NSU-Prozess.

Die von Prof. Birte Förster (Institut für Geschichtswissenschaft) initiierte und aus ForstA-Mitteln geförderte Veranstaltung beginnt um 18 Uhr und findet im HS 2010 statt. Interessierte sind herzlich willkommen, der Eintritt ist frei.

 

 

Veranstaltung: Grabungen, Georadarmessung und ein Audio Walk am früheren KZ-Außenlager ›Schützenhof‹

Termin: Donnerstag, d. 7. Februar 2019, 18.00 Uhr

Lehrende und Studierende der Universität Bremen berichten über ihre Forschungen in Gröpelingen.
Veranstalter: Landeszentrale für politische Bildung, Landesarchäologie Bremen, Universität Bremen
Ort: Landeszentrale für politische Bildung, Birkenstr. 20/21

Mehr Informationen:

https://www.geschichte.uni-bremen.de/?page_id=2964

https://www.lzpb-bremen.de/sixcms/media.php/13/Programm-27ster-Januar2019.pdf

Bericht: Exkursion nach Dresden

Am Wochenende vom 26. bis 28. Oktober 2018 begab sich eine kleine, aber umso engagiertere Gruppe aus dem Seminar „Linksalternative Bewegungen in Ost und West 1975-1995“ unter Leitung von Jacob Nuhn auf eine Kurzexkursion nach Dresden. Das Seminar hatte sich vergleichend mit „alternativen“ Gruppen in der Bundesrepublik und der DDR befasst und dabei vor allem mit Quellen aus Bremen und eben Dresden gearbeitet. Nun fuhren wir nach Dresden, um die Geschichte greifbarer zu erleben: Orte zu besuchen und uns mit Personen zu unterhalten, über die wir im Seminar gesprochen hatten.

 

Die Reise bescherte allen – auch und besonders dem Dozenten – viele neue Eindrücke und Einblicke. Wir sprachen mit zwei Zeitzeuginnen über ihre Erfahrungen in der DDR und der Wendezeit, besuchten Orte wie das Umweltzentrum, die Verbrauchergemeinschaft für ökologisch erzeugte Produkte und die ein oder andere Szenekneipe im „alternativen“ Viertel Dresden Neustadt. Daneben hatten wir Gelegenheit, die Dauerausstellung im Stadtgeschichtemuseum zu sehen und uns am letzten Tag noch auf einer Stadtführung mit migrantischen Perspektiven auf die (nicht immer zu unrecht) als rechte Hochburg verschriene Stadt zu befassen.

Stellvertretend für alle hier das Fazit einer Teilnehmerin: Die Dresdenexkursion war eine sehr bereichernde Erfahrung für mich als „Wessi“. Als jemand, der noch nie in Dresden war, konnte ich durch das bunte und abwechslungsreiche Programm einen sehr guten Einblick bekommen, nicht nur in das aktuelle Stadtbild und in die Stadtpolitik, sondern selbstverständlich auch in die Geschichte Dresdens und in die unterschiedliche Bewältigung, z.B der Wende oder des Weltkrieges. Vor allem die Zeitzeugengespräche waren sehr interessant, da gewisse Fragen und Anreize erst durch die Gespräche kamen und ich für meinen Teil zumindest das erste mal einen persönlichen Bezug zu der Thematik bekommen habe.

Jacob Nuhn

Abteilung für Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas mit Schwerpunkt Polen