Geschichtsprojekt „Sowjetische Kriegsgefangene in der lokalen und nationalen Erinnerungskultur/en in Deutschland, Ukraine und Russland“

12. März 2018

Geschichtsprojekt „Sowjetische Kriegsgefangene in der lokalen und nationalen Erinnerungskultur/en in Deutschland, Ukraine und Russland“ am Institut für Geschichtswissenschaft der Universität Bremen (in Kooperation mit den Universitäten Dnipro/Ukraine und Rostov am Don/Russland)

Im Rahmen des trinationalen Projekts sollen Studierende untersuchen, wie vor Ort an die sowjetischen Kriegsgefangenen erinnert wird, welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten es in den nationalen/lokalen Erinnerungskulturen gibt und worauf diese zurückzuführen sind. Erinnerungskulturen sollen dazu auf verschiedenen Ebenen (Topographie, Museum, Akteure, öffentliche Debatten in Medien, Gedenkrituale) analysiert werden. Eine weitere Aufgabe ist es, die kollektive Erinnerung an die weiblichen Kriegsgefangenen in den Blick nehmen bzw. untersuchen, wieso diese im öffentlichen Bewusstsein eine solch geringe Rolle spielt. Dabei interessieren uns sowohl materielle (Denkmaler, Friedhofe, Ausstellungen) als auch immaterielle (Gedenkrituale) Erinnerungsorte sowie die nationalen/lokalen Diskurse über die Erinnerungskultur (öffentliche Diskussionen/Debatten um Gedenkorte).

Die Studierenden erarbeiten diese Fragen für ihren eigenen Ort (in Bremen in Kooperation mit dem Denkort „Bunker Valentin“ und der Gedenkstätte Sandbostel). Im Rahmen von drei je einwöchigen Begegnungen im September 2018 in Bremen (voraussichtlich 20.-27.9.2018), im Februar 2019 in Dnipro/Dnepopetrovsk (Ukraine) und im Mai 2019 in Rostov (Russland) werden die Ergebnisse besprochen und durch Exkursionen vor Ort kontextualisiert. Im September 2019 findet ein Abschlussworkshop in Bremen statt.

Aus Bremen können sechs Studierende an diesem Forschungs- und Begegnungsprojekt teilnehmen. Erwartet wird die kontinuierliche Beteiligung über den gesamten Zeitraum (Juni 2018 bis September 2019). Im Rahmen des Projekts können (über General Studies) nach Absprache CPs erworben werden; die Recherchen können auch für Abschlussarbeiten genutzt werden.

Interessierte schicken bitte bis zum 1. Mai 2018 ein ca. einseitiges Motivationsschreiben mit Angaben zu bisherigen Kenntnissen zu den Themenkomplexen Erinnerungskultur, (Sowjetische) Kriegsgefangene und Bremen im Nationalsozialismus sowie zu osteuropäischen Sprach- und Landeskenntnissen und bisherigen Projekterfahrungen an: Dr. Ulrike Huhn ulrike.huhn@uni-bremen.de

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