Finanzielle Förderung für das Projekt „Aus den Akten auf die Bühne“

Geschichte zum Anfassen: Das ermöglicht seit sieben Jahren das mehrfach ausgezeichnete Projekt „Aus den Akten auf die Bühne“ des Instituts für Geschichtswissenschaft der Universität Bremen. Unter der Leitung von Dr. Eva Schöck-Quinteros entwickeln und inszenieren Studierende zusammen mit Schauspielern der bremer shakespeare company (bsc) szenische Lesungen zu historischen Themen an Originalschauplätzen in der Hansestadt. Zurzeit bringen Schauspieler der bsc unter der Regie von Peter Lüchinger zum Beispiel den Alltag in Bremen während des Ersten Weltkriegs auf die Bühne. Dank der finanziellen Unterstützung der Stiftung „die schwelle“ und des Bremer LidiceHauses soll die Kooperation mit Bremer Schulen und außerschulischen Jugendbildungseinrichtungen jetzt ausgebaut werden. Die Förderung beträgt für die nächsten drei Jahre insgesamt 45.000 Euro.

Für Pädagogen ist das Projekt eine gute Gelegenheit, Jugendlichen Bremer Geschichte anschaulich zu vermitteln. Die finanzielle Förderung schafft jetzt neue Möglichkeiten, damit die Pädagogen mit den Jugendlichen die recherchierten historischen Quellen der Studierenden nutzen können. Seit 2007 ist ein umfangreicher Fundus an digitalisierten und transkribierten Quellen zu zentralen Themen des 20. Jahrhunderts entstanden. Darüber hinaus ist auch die Mitarbeit an aktuellen Projekten angedacht. Um dies zu realisieren, soll mit den neuen Finanzmitteln eine zusätzliche halbe Stelle im Projekt eingerichtet werden.

 

 

„Aus den Akten auf die Bühne“ gastiert in Brüssel

Ein weiterer Erfolg für das Projekt „Aus den Akten auf die Bühne“: Im Juni 2014 wird die im Rahmen des Projekts entstandene szenische Lesung „Eine Stadt im Krieg: Bremen 1914-1918“ in der belgischen Hauptstadt aufgeführt. Ermöglicht wird dies durch die Kooperation mit der Bremer Landesvertretung in Brüssel.

Aufgrund der Bedeutung des 1. Weltkrieges für Europa beteiligen sich 2014 viele deutsche Institutionen und Einrichtungen an den Gedenkfeiern in Belgien. Die Vertretung des Bundeslandes Bremen hat sich hierbei für die szenische Lesung „Eine Stadt im Krieg: Bremen 1914-1918“, ein Projekt des Instituts für Geschichtswissenschaft in Zusammenarbeit mit der bremer shakespeare company (bsc), entschieden. Die Lesung wurde bereits im April 2013 in Bremen aufgeführt. Nähere Informationen zum Projekt „Aus den Akten auf die Bühne“ finden Sie hier.

Wiederaufnahme der szenischen Lesung zum Fall Ries

Aufgrund der großen Nachfrage wird die szenische Lesung „Im Lager hat man auch mich zum Verbrecher gemacht“ am 19. und 26. November 2013 sowie am 3. und 10. Dezember 2013 erneut aufgeführt. Karten sind über die bremer shakespeare company erhältlich. Nähere Veranstaltungsinformationen finden Sie hier.

Die Lesung behandelt das Schicksal der Margarete Ries, die zunächst als „asozialer“ Häftling in Ravensbrück inhaftiert war und später als Kapo in Auschwitz diente. Der Fall Ries zeigt dabei eindringlich das Nebeneinander und die Vermischung von Opfer- und Täter-Sein eines Kapos.

„Im Lager hat man auch mich zum Verbrecher gemacht“ ist Bestandteil der bundesweit einmaligen Projektreihe „Aus den Akten auf die Bühne“ der Universität Bremen in Zusammenarbeit mit der bremer shakespeare company. Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie unter: www.sprechende-akten.de